Beim SCR-System reduziert ein nachgeschalteter Katalysator mit dem Ammoniak aus dem zerfallenden Harnstoff die Stickoxide aus dem Motor zu Wasserdampf und Stickstoff. Für den nötigen Einspritzdruck von 9 bar sorgen Fördermodule, die mit einer Pumpe ausgestattet sind. Kleine, drehmomentstarke Außenläufermotoren dienen dabei als Antrieb. Hier eine Lösung von Ebm-Papst.Bei PKW- und LKW-Dieselmotoren müssen die Abgase den Vorschriften gemäß weitgehend von Stickoxiden befreit werden. Um diese Oxide zu zerstören, wird ein flüssiges Additiv direkt in den Abgasstrang eingespritzt. Dessen Menge muss exakt an die Stickoxidmenge im Gas angepasst werden. Bosch entwickelte für diese Aufgabe ein modulares Fördermodul und eine Dosiereinheit. Um das Additiv fein verteilt eindüsen zu können, ist ein Systemdruck von 9 bar und mehr zwingend erforderlich. Für die Lösung des essenziellen Pumpenantriebs wurden die Antriebsexperten von Ebm-Papst St. Georgen mit in die Entwicklung eingebunden. Heraus kam ein modulares Antriebskonzept, das den EC-Motor mit seiner Steuerung vereint und leicht in die unterschiedlichen heutigen und zukünftigen Dosieranlagen integriert werden kann.
Um NOx zu reduzieren und damit unschädlich zu machen, setzen Kraftwerke schon länger auf die Zugabe von Ammoniak in den Rauchgasstrom. Ammoniak ist aber als giftiges, stark reizendes Gas ein Gefahrgut, das nur unter Druck verflüssigt transportiert werden kann ; es ist daher ungeeignet für mobilen Einsatz im Kraftfahrzeug. Allerdings gibt es einen Trick, Ammoniak „harmlos“ zu speichern. Man setzt einfach Verbindungen des Ammoniaks ein, die nur in der Hitze in ihre Ausgangsbestandteile zerfallen. Im mobilen Einsatz bei Fahrzeugen hat sich Harnstoff in Wasser gelöst als günstigste Additiv-Lösung bewährt.
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